Zahnarztpraxis Ronald Knüpp, Rodgau

Total-Prothesen

Der Ersatz aller Zähne in einem zahnlosen Kiefer

erfordert üblicherweise die Anfertigung einer schleimhautgetragenen Prothese aus Kunststoff.

 

Unter einer Totalprothese versteht man hierbei beim zahnlosen Kiefer einen abnehmbaren Zahnersatz. Die Funktionen der verloren gegangenen natürlichen Zähne werden durch künstliche Zähne übernommen. Sollte der Halt eines totalen Zahnersatzes nicht zufrieden stellend sein, sind zusätzliche Befestigungselemente mittels Implantaten möglich.

Prothesenhalt

 

Die Prothesenbasis liegt direkt der Kieferschleimhaut auf. Der Halt wird durch ein Vakuum sichergestellt, welches durch den Speichel und die leicht elastische Kieferschleimhaut entsteht. Je größer die Haftfläche, je ausgeprägter die Kieferkammverhältnisse und je optimaler die Speichelqualität, desto ausgeprägter ist dieses Vakuum. Sehr wichtig für diesen positiven Saugeffekt ist eine korrekte Gestaltung des Prothesenrandes. Ansonsten entweicht der Unterdruck und es stellt sich kein Vakuum ein. Die Folge ist ein ungenügender Prothesehalt. Bei ungünstigen Kieferkammverhältnissen kann selbst bei optimaler Gestaltung des Prothesenrandes kein genügender Saugeffekt erreicht werden. In solchen Situationen empfehlen wir das setzen von 4 Implantaten an denen die Prothese fixiert wird. Eine Implantatlösung ist vor allem im Unterkiefer relativ häufig der Fall, da sich durch die Zunge und den beweglichen Mundboden kein Saugeffekt einstellen will.

Prothesenstatik

 

Damit mit einer Totalprothese auch wirklich beschwerdefrei gekaut werden kann, ist es sehr wichtig, dass die künstlichen Zähne statisch korrekt aufgestellt werden. Das heißt die einzelnen Zähne der Prothese müssen auf den Kieferkamm (ehemaliges Zahnbett) zentriert werden. Häufig ist diese Zentrierung nicht ohne weiteres möglich, so dass die Prothesenzähne entsprechend präpariert (abgeschliffen) werden müssen. Sind die einzelnen Zähne statisch korrekt aufgestellt, so darf sich die Prothese bei Druck auf den entsprechenden Zahn nicht von der Kieferschleimhaut lösen. Das heißt der Saugeffekt, respektive das Vakuum darf nicht verloren gehen und die Prothese muss immer noch gut halten. Sie können das jederzeit mit einem Fingerdruck überprüfen.

Nachteile der Vollprothesen

 

Aufgrund der Abdeckung des Gaumens durch die Oberkieferprothese kann es zu geschmacklichen Irritationen, sowie zu leichten Veränderungen der Sprachlaute kommen.
Am Unterkiefer kann es wegen des Rückganges an Kieferknochen bei Zahnlosen zu Problemen mit dem Prothesensitz kommen. Durch chirurgische Maßnahmen kann dann eventuell Besserung erreicht werden. In manchen Fällen ist auch das Einsetzen von Implantaten sinnvoll und muss individuell abgeklärt werden. Mit in den Kieferknochen eingebrachten Implantaten besteht die Möglichkeit, eine festsitzende oder kombinierte prothetische Versorgung zu konstruieren. Eine solche ist stets komfortabler und erstrebenswerter als ein herausnehmbarer Zahnersatz.

Regelmäßige Kontrolle

 

Eine regelmäßige Kontrolle der Prothese durch den Zahnarzt ist äußerst wichtig, da sich die Kieferkammverhältnisse über die Jahre verändern. Die häufigsten Gründe sind Knochenabbau oder übermäßige Gewichtsschwankungen. Veränderungen von Kieferkammverhältnissen sind immer negativ, denn die Prothesenbasis kann sich nicht von selbst an die neue Situation anpassen. Die Folge ist immer eine Verschlechterung des Saugeffekts. Da die Prothese nun nicht länger satt auf der Kieferschleimhaut aufliegt, sondern eine gewisse Bewegungsfreiheit hat, stellen sich unweigerlich Druckstellen ein. Einen ähnlichen Effekt kann man bei schlecht sitzenden Schuhen feststellen. Dort nennt man diese Erscheinung Blasen. Der Knochenabbau ist ein schleichender Prozess, der in der Regel vom Prothesenträger erst sehr spät erkannt wird. Meistens hilft man sich bei beginnenden Anzeichen mit Prothesenhaftmitteln. Dies mag als Übergangslösung nützlich sein, kann aber keineswegs als Dauerlösung funktionieren. Wichtig ist eine tägliche Entfernung dieser Haftcreme von der Schleimhaut um Entzündungen vorzubeugen.

Sollte ich meine Totalprothesen auch nachts tragen?

 

Meist empfiehlt es sich, Totalprothesen nachts nicht zu tragen. Denn man kann mit Totalprothesen ebenso wie mit natürlichen Zähnen nachts Parafunktionen (Knirschen, Pressen) ausüben. Presst oder knirscht man mit Totalprothesen, werden die Blutgefäße komprimiert und der Kieferknochen reagiert auf den auf ihn ausgeübten Druck mit Abbau. Werden Totalprothesen nachts nicht getragen, ist das Gewebe etwa für ein Drittel des Tages von diesen unnatürlichen Belastungen befreit. Liegt jedoch eine Kiefergelenkserkrankung vor und führt das Nichttragen zu Beschwerden, sollten die Prothesen auch nachts im Mund bleiben. Prothesen, die nachts nicht getragen werden, sollten komplett untergetaucht in einfachem Leitungswasser aufbewahrt werden.
Wenn sich die Kieferkammverhältnisse aber übermäßig stark verändern nützt auch die beste Haftcreme nichts mehr. Eine Prothesenunterfütterung beim Zahnarzt wird unumgänglich. Unter einer Unterfütterung versteht man das Auffüllen des fehlenden Materials mit Kunststoff.

Prothesenpflege

 

Eine Prothese sollte, wenn immer möglich, nach dem Essen unter fließendem Wasser mit einer Prothesenbürste und Zahnpaste gereinigt werden. Die Reinigung von Hand ist viel besser als das Einlegen in eine Lösung. Ab und zu können Sie die Prothese in ein Glas mit Wasser legen, dem Sie einen Löffel Essig beigefügt haben. Es gibt spezielle Prothesenbürsten mit einer besseren Griffigkeit und speziellen Borsten, welche die Reinigung massiv erleichtern. Wichtig ist aber auch eine tägliche Reinigung der von der Prothese bedeckten Mundschleimhaut, um Entzündungen vorzubeugen.

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