Zahnarztpraxis Ronald Knüpp, Rodgau

Parodontose-Behandlung

Das Behandlungsziel ist die ...

... vollständige Entfernung aller Verunreinigungen (Zahnbeläge) auf der Zahnoberfläche und der Zahnfleischtaschen. Eine möglichst plaquefreie Mundhöhle durch eine spezielle Mundhygiene. Schaffung einer Zahnfleischtaschentiefe von weniger als 3mm und Herstellung eines hygienefähigen Gebisszustandes.

Zunächst die Vorbehandlung!

Eine perfekte Mundhygiene ist unverzichtbar für jegliche Therapie.
Die meisten Zahnfleischerkrankungen verschwinden schon bei einer wiederholten gründlichen Reinigung der Zähne. Leider ist ein großer Teil der Bevölkerung nicht zu einer guten Mundhygiene zu bewegen - eine eigentliche Behandlung ist in diesen Fällen sinnlos! So sind auch die statistischen Aussagen, dass ein Großteil der Zahnfleischerkrankungen unbehandelt bleibt, zu erklären: es liegt nicht an den ärztlichen Möglichkeiten, sondern an der Motivation der Patienten!

Im Rahmen der Vorbehandlung wird neben einer intensiven Aufklärung über Mundhygiene und deren häusliche Anwendung auch versucht, im Mund dauerhafte optimale hygienische Verhältnisse zu schaffen. Zudem die Beseitigung abstehender Kronen- und Brückenränder, Politur oder Erneuerung schlechter Füllungen, Behandlung der durch Karies angegriffenen Zähne, um alle möglichen Schlupfwinkel für Bakterien auszuräumen.

Dann die Erhaltungstherapie!

Die Behandlung ist primär immer auf eine Entfernung der die Erkrankung verursachenden Keime ausgerichtet. Gerade die Konkremente - gleich, ob sie oberhalb (Zahnstein) oder unterhalb des Zahnfleisches liegen - bilden für die Biofilme der Bakterien einen idealen Nährboden: 36°C Mundtemperatur, ein feuchtes Milieu und Nährstoffe in Hülle und Fülle. Aus diesem Grund steht eine Entfernung dieser Ablagerungen an oberster Stelle.

Bei Laien besteht häufig die Vorstellung, dass eine Behandlung von Zahnfleischerkrankungen eine umfangreiche, (schmerzhafte) Operation beinhaltet. Dies mag früher vielleicht zutreffend gewesen sein, heute aber trifft dieses dank andere Techniken und Materialien für viele Formen von Zahnfleischerkrankungen nicht mehr zu! So zeichnet sich in den letzten Jahren ein Wandel ab. Wurde früher fast ausschließlich "blutig" (chirurgisch) behandelt, so bewirken die neuen Behandlungsmethoden (minimalinvasive Therapie) und Instrumente (Scaling), je nach Krankheitsbild und einer Zahnfleischtaschentiefe bis cirka 6mm, zunehmend eine Therapie, bei welcher das Zahnfleisch nicht mehr aufgeschnitten werden muss. Vielmehr werden die Verunreinigungen in der Tasche und an der Zahnwurzel über die Tasche selbst entfernt. Vorteile dieser Methode sind die raschere Heilung und die fast völlige Schmerzlosigkeit nach dem Eingriff. Man bezeichnet dieses Vorgehen als so genannte Erhaltungstherapie, im Rahmen einer systematischen Parodontalbehandlung. Die Behandlung selbst findet unter örtlicher Betäubung vorwiegend ambulant in der Zahnarztpraxis statt.

Da etwa 10-15% der Zahnfleischerkrankungen mit den konventionellen Methoden nicht zufrieden stellend behandelt werden können, da sich in den Zahnfleischtaschen besonders widerstandsfähige Keime befinden und die Entzündung wieder aufleben lassen oder eine Grunderkrankung (Zuckerkrankheit) vorliegt, werden in diesen Fällen zusätzlich nach erneuter Taschenreinigung spezielle Antibiotika (Clindamycin, Doxycyclin, Metronidazol, Tetrazycline) in die Zahnfleischtaschen eingebracht.

Nachteil jeder normalen (oralen) Einnahme von Antibiotika ist eine nur geringe Konzentration und damit Wirkung in den Zahnfleischtaschen; von den bekannten Nebenwirkungen einer systemischen Antibiotikagabe (Allergien, Störungen der Darmflora) mal abgesehen.

Eine andere Form der bakterienabtötenden oder zumindest Bakterien verringernden lokalen Behandlung ist das Einbringen von Chlorhexidin-Präparaten in die erkrankte Zahnfleischtasche (Periochip).
Vor einer Entscheidung, ob zusätzlich eine Antibiotika-Therapie angezeigt ist, empfiehlt sich ein Parodontitis-Risiko-Test (MicroDent®). Der Test, der auf einer molekularbiologischen Methode beruht, womit die Erbsubstanz bestimmter Bakterien nachgewiesen wird, gibt Auskunft darüber, ob und wie viele eine Parodontitis auslösende Keime (Markerkeime) sich in der Zahnfleischtasche befinden. So kann verlässlich entschieden werden, welches Antibiotikum eingesetzt werden sollte. Vorher muss jedoch die Zahnfleischtasche gründlich gesäubert werden, da die darin vorhandene Plaque durch ihre Biofilmstruktur nur schlecht für Medikamente zugänglich ist.

Mit all diesen Maßnahmen erreicht man in aller Regel einen Stillstand der Erkrankung. Bereits verloren gegangene Teile des Zahnhalteapparates können leider nur unwesentlich zurück gewonnen werden. Weiterhin dienen diese Maßnahmen als Vorbehandlung für größere parodontal-chirurgische Eingriffe (Zahnfleischoperationen).

Die regenerativen Verfahren (gesteuerter Geweberegeneration) haben als Ziel, durch zusätzliche Maßnahmen wieder neuen Kieferknochen zu schaffen und bestehende Zahnfleischtaschen von ihrer Tiefe her auf ein Minimum zu reduzieren. Hierbei verwendet man zunehmend Eigenknochen, Knochenersatzmaterialien, oder Regeneration fördernde Substanzen (biologisch gesteuerte Regeneration).

Die Nachsorge für einen dauerhaften Erfolg!

Nach Abschluss der Zahnfleischbehandlung ist eine regelmäßige Kontrolle der parodontalen Verhältnisse (Recall) notwendig, um einem Nachlassen der Mundhygiene des Patienten vorzubeugen und wieder neu aufkeimende Erkrankungen frühzeitig zu behandeln.

 

Bei Nikotinabhängigen und Zuckerkranken sind die Abstände enger  zu halten (etwa alle drei Monate), als bei unbelasteten Patienten, da diese ein 7- 15fach höheres Risiko eines Rückfalls besitzen.

Gilt die Erkrankung als völlig ausgeheilt, können in einer zweiten Phase regenerative Maßnahmen (Knochen-/Zahnfleischersatz) eingeleitet werden. Unabdingbar für den

 

Langzeiterfolg einer Zahnfleischbehandlung (gleich welcher Methode) ist die häusliche Zahnpflege und die Motivation zu einer zahngesunden Ernährung und Lebensweise.

Vor-/Nachteile der Zahnfleischbehandlung

Die Zahnfleischerkrankung wird fürs Erste gestoppt; bei konsequenter Nachsorge kommt sie über viele Jahre zum Stillstand. Durch den langjährigen Erhalt der eigenen Zähne wird ein teurer Zahnersatz vermieden oder auf viele Jahre hinausgeschoben. Die häufig aus Erzählungen stammenden Schmerzen nach dem Eingriff, besonders bei den neuen Methoden, gehören in den Bereich der Märchen!

 

Durch das Abschwellen des entzündeten Zahnfleisches, zieht sich das Zahnfleisch etwas zurück. Die Zähne erscheinen nun länger, die Zahnzwischenräume sind zudem besser sichtbar und es können vorübergehende Sprachprobleme entstehen. Die freiliegenden Zahnhälse können in den ersten Tagen und Wochen empfindlich reagieren. Aber dafür haben wir die geeigneten Möglichkeiten, um Ihnen Linderung zu verschaffen.

Grundsätzlich gilt

Wie bei den künstlichen Zahnwurzeln (Implantaten) sichert nur eine exzellente Mundhygiene und eine fachlich versierte Nachsorge (Recall) den Langzeiterfolg.

Unser Service

Kostenloser Recall

Sie erhalten von uns eine Erinnerung für fällige Untersuchungen oder zur Zahnreinigung. Wahlweise als Email oder SMS in den notwendigen Intervallen.

Kostenlose Terminerinnerung

Wir schicken Ihnen eine SMS zur Erinnerung einen Tag vor Ihrer Behandlung.

Aktuelles

Beiträge und Aktionen

» Weiter

Notdienst

» Weiter

Praxisurlaub

» Weiter