Zahnarztpraxis Ronald Knüpp, Rodgau

Knochenregeneration

Oft ein Problem: Zahnfleisch-/Knochenabbau an Zähnen beziehungsweise den Kiefern!

Abhilfen können heute moderne Therapieverfahren, wie etwa die gesteuerte Geweberegeneration (Guidet-Tissue-Regeneration/Guidet-Bone-Regeneration), schaffen. Mit ihrer Hilfe, wird der Körper angeregt verloren gegangenes Hart- und Weichgewebe (Zahnfleisch/Knochen) neu zu bilden.

Wie kommt es zu dem Gewebeverlust?

Der Zahnhalteapparat (Parodont), dient der Befestigung eines Zahnes im Kiefer. Es kann durch Entzündung erkranken. Eine Parodontitis entsteht. Im fortgeschrittenen Stadium solcher Erkrankungen, kommt es zum Abbau des Knochens um den Zahn herum.
Jeden Zahn umgibt dort, wo er den Kiefer verlässt eine Zahnfleischtasche. Das ist ein Spalt, der zwischen dem Zahn und dem Zahnfleisch besteht. Ist dieser Bereich gesund, umschließt das Zahnfleisch den Zahn wie eine dichte Manschette und verhindert das Eindringen von Bakterien. Wenn das gesunde Gleichgewicht aber gestört wird, lockert sich diese Manschette und es kommt zu einem Einwandern von Bakterien. Diese führen zu einer Entzündung der Schleimhaut und später auch des Knochens. Als Entzündungsfolge baut sich der Kieferknochen ab und verliert seine Verankerungsfunktion. Der Zahn lockert sich und kann schließlich ausfallen.

Was ist das Behandlungsziel?

Ziel der Behandlung ist es, den Krankheitsverlauf zu stoppen oder zu verlangsamen. Die Wiederherstellung eines völlig gesunden Zustandes, wie vor Auftreten der Erkrankung, ist aber dennoch nicht immer möglich.

Welche Hilfsmittel benötigt man zum Aufbau der verloren gegangenen Gewebe?

  • Wachstumsstoffe wie etwa PRP (Platelet-Rich-Plasma/körpereigenes Trombozythenplasma)
  • Schmelzmatrixproteine, welche die Neubildung von parodontaler Haltefasern an der Wurzeloberfläche anregen (bei kraterförmigen Knochendefekten der Zähne)
  • Membrantechnik (Um dem entzündeten Zahnhalteapparat wieder die Möglichkeit zur Heilung zu geben, besthet die Möglichkeit, den Knochen mit einer „Abdeckfolie” schützen. Es kann dabei sinnvoll sein, eigenes Knochenmaterial im Sinne einer Transplantation in den Knochendefekt zu bringen. Die „Abdeck-Membranen” bilden ein schützendes Dach unter dem der äußerst sensible Vorgang der Knochenregeneration ablaufen kann)
  • Synthetisches Knochenersatzmaterial
  • Eine geeignete Operationstechnik

Knochenersatz

Insbesondere bei großen Defekten ist oft zusätzlich Knochenersatzmaterial erforderlich, welches als Formgeber für den neu wachsenden Knochen dient.
(Wichtig für Sie zu wissen: Nur durch eine ständige gute Mundhygiene kann das durch die Behandlung erzielte Ergebnis erhalten werden).

Die gegenwärtig in der Medizin verwendeten Knochenersatzmaterialien

Knochentransplantate werden gemäß ihrer Herkunft in autogene, allogene und xenogene Transplantate eingeteilt.

 

Das autogene Transplantat entstammt dem eigenen Körper, das heißt Spender und Empfänger sind ein und dasselbe Individuum.

 

Das allogene Transplantat entstammt einem anderen Individuum der gleichen Spezies.

 

Das xenogene Transplantat entstammt einer anderen Spezies.

 

Alloplastische Materialien sind dem körpereigenem Gewebe ähnlich, werden aber synthetisch hergestellt.

Vorteil der autologen Materialien sind die gute Verträglichkeit bei fehlender Abstoßungsreaktion. Sie gelten deshalb nach wie vor als "goldener Standard" in der Transplantationschirurgie. Durch ihre zwangsläufig begrenzte Verfügbarkeit der Entnahme, sowie durch den notwendigen Zweiteingriff, haben die alloplastischen Materialien leider eine sehr eingeschränkte Indikation für die Knochenregeneration.

Zu erwähnen ist der unterschiedliche Einbaumechanismus der Materialien in den ortsständigen Knochen. Während der autologe Knochen osteoinduktiv wirkt (induziertes Knochenwachstum), kann alloplastischen Materialien egal welcher Art nur eine osteokonduktive Wirkung (hinführendes Knochenwachstum) zugesprochen werden.

Bei der Einheilung autologen Materials (körpereigen) kommt es zu einer Aufschlüsselung des verpflanzten Knochens durch aus dem ortsständigen Knochen einwachsende Gefäße. Dabei wird der verpflanzte Knochen vollständig resorbiert und wieder neu aufgebaut.

Entscheidende Rolle spielen dabei die "bone-morphogenetic-proteins (BMP)"!

Es wird daraus auch ersichtlich, dass nicht nur die Qualität des Transplantats, sondern auch die Wertigkeit des Transplantatlagers von entscheidender Bedeutung für den Erfolg ist.

Alloplastische Materialien besitzen dagegen lediglich nur osteokonduktive (hinführende) Funktion; sie dienen als Leitschiene für den einwachsenden Knochen. Einige Materialien werden resorbiert, besitzen aber dennoch keine osteogene (knochenbildende) Potenz. Sie können jedoch mit autologen Materialien, welche osteogene Eigenschaften besitzen, kombiniert werden.

Die Transplantation von allogenen und xenogenen Materialien unterliegt der Gefahr der Abstoßungsreaktion! Weiter muss dafür  Sorge getragen werden, dass eine bakterielle oder virale Kontamination des Transplantats ausgeschlossen wird. Eine entsprechende Aufbereitung muss deshalb von Seiten des Herstellers gewährleistet sein.

Wie Sie sehen, muss sich Ihr "Behandler" schon eingehend mit dieser Materie befasst haben, um Ihnen die für Sie optimale Therapie anbieten zu können!  Und da können Sie sicher sein - das haben wir getan!

Und was kostet die Behandlung?

Dies ist sehr unterschiedlich und hängt vom Grad der Erkrankung ab. Generell gilt aber, dass die Behandlung umso teurer ist, je fortgeschrittener das Krankheitsbild ist und um so mehr Materialaufwand notwendig wird.  Zudem darf auch der Aufwand der jeweiligen Operationstechnik nicht vergessen werden.
Momentan sind die eingesetzten Ersatzmaterialien leider noch nicht besonders preisgünstig. Die Kosten bewegen sich daher in einem Rahmen von cirka 150,- EURO bis 1000,- EURO für einen Zahn! Bei mehreren Zähnen tritt jedoch eine deutliche Kostenreduzierung ein.
Lassen Sie sich daher gegebenenfalls ruhig von uns einen individuellen Kostenplan erstellen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen diese Behandlungsformen, anders als die privaten Krankenkassen, leider gegenwärtig noch nicht.

Gerne stehen wir Ihnen für eine individuelle Beratung zur Verfügung!

Unser Service

Kostenloser Recall

Sie erhalten von uns eine Erinnerung für fällige Untersuchungen oder zur Zahnreinigung. Wahlweise als Email oder SMS in den notwendigen Intervallen.

Kostenlose Terminerinnerung

Wir schicken Ihnen eine SMS zur Erinnerung einen Tag vor Ihrer Behandlung.

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